The Different- Another Biker Lovestory

Wenn Gut auf Böse trifft, schwarz auf weiß, Rechtschaffenheit auf Kriminalität … Ying auf Yang – wird alles grau, oder bleibt die Weste blütenweiß und die Seele pechschwarz?

Ein krimineller Biker, mit dem du nie zu tun haben wolltest …

Ein Mord, der eindeutiger nicht sein könnte …

Eine Entführung, die dich beinahe das Leben kostet …

Der Retter, der dich fasziniert und erschreckt und in den siebten Himmel fi …

Eine Welt, die du niemals betreten wolltest …

Ein Kind, das dich in die richtige Richtung schubst …

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Rezension

Mich hat bereits die Beyond-Bücher von Talvi Johansson absolut überzeugt, die sich meiner Meinung nach durch eine außergewöhnliche Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit der Geschehnisse ausgezeichnet haben und ich war sehr auf die „andere“ Biker-Lovestory gespannt. Und erneut hat mich die Autorin umgehauen. Ich bin nicht sicher, ob ich diese Andersartigkeit in Worte fassen kann, aber ich versuche es mal 😉
Zum einem sind die Welten aus denen die Protagonisten kommen, vollkommen unterschiedlich und passen eigentlich nicht wirklich zusammen. Normalerweise stellt es in Büchern nur bedingt ein Hindernis dar, was zum Teil nicht sehr tragisch ist, denn es ist dem Leser durchaus bewusst, dass es sich dabei meistens nur um „Hirngespinste“ des Autors handelt, aber umso schöner ist das Leseerlebnis, wenn man die Emotionen, Handlungen oder auch einfach bestimmte Situationen nachvollziehen kann, weil sie eben dennoch glaubhaft erscheinen. Hier begegnet die Kunst- und Fotografie-Absolventin Cat, eine gelangweilte Arztgattin aus New York, nach dem sie ihren Mann verlassen und einen Neuanfang als Fotografin bei einer Zeitung in einer anderen Stadt wagt dem Präsidenten eines berüchtigten Mcs der Stadt. Soweit, so gut – gab’s bestimmt nicht zum ersten Mal. Und doch verläuft meistens die Story so, dass die beiden trotz aller Unterschiede übereinander herfallen und gemeinsam glücklich in ihren Schaukelstühlen auf der Veranda sitzen, na ja – fast 😉 ihr wisst, was ich meine. Hier trifft die Fotografin, die tatsächlich sehr kultiviert ist und eben aus etwas gehoberen Schichten kommt auf einen Mann, der zwar hart und gewissermaßen skrupellos einen Biker Club leitet, aber es im Prinzip gar nicht will. Die Position wurde ihm von seinem Vater quasi vererbt, er hat seine vorgegebene Rolle übernommen, aber mittlerweile ist er eben kein Jüngling mehr und ist des Tötens, der ständigen Kontrolle seinen Mitgliedern gegenüber, aber auch der ständigen Geschäfte müde. Während er die meisten Frauen, wie die meisten Biker behandelt, erkennt man schnell bei einem Treffen mit einer neuen Tänzerin, die alleinerziehende Mutter ist, ganz schnell, wie ehrenhaft und anständig er in gewissen Situationen handelt und schließt ihn sofort ins Herz. Seine Begegnung mit Cat, die ihn bei einem Mord an einem Verräter beobachtet, ist ebenfalls sehr typisch für ihn, denn keineswegs will er die lästige Zeugin beseitigen, wie es so üblich wäre und zwar nicht nur, weil sie ihn mit ihren Sprüchen imponiert und ihren Widerwillen trotz all der Angst, die sie zu verstecken versucht und die er trotzdem merkt, dennoch sehr klar zeigt. Aber gerade wegen seiner Faszination geht der so völlig anderen Frau aus dem Weg. Als sie mit einer Kollegin heimlich ein Treffen rivalisierender MCs beobachtet und verletzt wird, nimmt Mac, von allen nur Boss genannt, sie in seine Hütte im Wald. Ein Zufluchtsort von dem Präs, den niemand kennt und an den er Ruhe und Kraft tankt und seinen inneren Frieden für gewöhnlich findet, aber natürlich nicht mit Cat an seiner Seite. Die beiden verbringen eine Nacht, die nicht nur ihre Körper in Einklang bringt und längst Vergessenes wieder aufleben lässt, sondern die auch ihre Seelen zusammenführt. Doch während Cat durchaus das Wagnis einer neuen Beziehung sich vorstellen könnte, blockt Mac seine Emotionen total ab, allerdings wird ihn ein Verrat dazu zwingen, eindeutig Stellung zu beziehen … zum Inhalt verrate ich nichts mehr 😉
Die Story ist jedoch großartig, sie zeigt fabelhafte Figuren, die unglaublich toll sind und die mit den Lebenslagen, in denen sie sich nicht unbedingt freiwillig wiederfinden, zurecht kommen und diese meistern und die um jeden Preis versuchen, Menschen, die ihnen am Herzen liegen, zu beschützen, auch wenn dies nicht unbedingt auf den ersten Blick offensichtlich erscheint, die Glücksmomente erleben, leiden und dennoch versuchen, das Richtige zu tun und wer weiß … vielleicht sitzen sie auch in ihren Schaukelstühlen auf der Veranda. Überzeugt euch selbst. Ich war jedenfalls absolut begeistert.