Lunar Eclipse: Die Zeitreise

Der Horrortrip ins Glück…

Jeder im 21. Jahrhundert kennt Moskau- meine Heimatstadt. Die Hauptstadt Russlands. Ein großartiges Land. Ich liebe es wirklich- ehrlich. Die Männer benehmen sich wie Ar… , also wie eh und je und glauben, sich uns Frauen gegenüber alles rausnehmen zu können. Nichts Neues also, alles Bestens.
Doch wer zum Teufel kennt schon den Blauen See? Mongolei? Karakorum? Ganz genau: kein Schwein. Und wer landet schon gerne durch den dämlichen Blutmond im 13. Jahrhundert und auch noch ausgerechnet dort? Nun- ich nicht!
Wenn ihr denkt, ich hab‘s doch gar nicht so schlecht getroffen: keine Hektik, Natur pur, frische Luft, richtige Krieger und keine Weicheier- seid bloß still! Denn ich bin bei so einem gelandet: einem richtigen Kerl, einem mongolischen Prinzen und nun? Nun muss ich feststellen, dass Moskau ein Kinderspielplatz war. Meine Meinung – unwichtig! Mein Wille – irrelevant! Mein Leben – ach, entsorgen wir sie einfach!

Horror pur oder der Weg in das wahre Glück?

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Rezension

Zeitreise ins Glück!

Tatsächlich muss ich gestehen, dass dies mein, nein Olivias erstes Solo-Buch ist, das ich gelesen habe. Alle anderen hat sie als Co-Autorin geschrieben, sodass ich gezielt ihren Schreibstil nicht wirklich beurteilen konnte. Umso gespannter war ich auf diese Geschichte. Die Story ist sehr spannend und liest sich fließend und angenehm, was tatsächlich ein kleines Kunststück ist, denn tatsächlich ist die Geschichte mit sehr vielen Informationen über den Ort und die Zeit des Zeitsprungs versehen, was nicht immer wirklich angenehm zu lesen ist, aber hier ergänzt es das Geschehen grandios, ohne den Lesefluß zu unterbinden.

Bildlich und sehr leidenschaftlich wird hier die Geschichte der jungen Russin Anastasia aufgezeigt, die bis dato nicht gerade mit viel Glück gesegnet war. Vom Freund betrogen, vom Arbeitgeber bedrängt und erpresst, weiß sie sich nicht wirklich zu helfen und wünscht sich doch nichts mehr als um ihretwillen ehrlich geliebt zu werden. Als sie während einer Bootsfahrt ins Wasser fällt, ahnt sie noch nicht, dass man mit seinen Wünschen durchaus vorsichtig umgehen sollte. Plötzlich landet sie in den muskulösen Armen eines wilden Kriegers, der sie aus dem Wasser zieht. Nicht nur der Ort ist nicht derselbe, auch die Zeit hat sich verändert. Schockiert muss sie feststellen, dass sie in einer wilden Steppe der Mongolei im 13. Jahrhundert gelandet ist. In einer Zeit, in der die raue Natur und die brutalen Clankämpfe das Leben diktieren und Männer in ihrer Funktion als Krieger, Jäger, aber auch Beschützer das alleinige Sagen haben, stellen nicht nur die fremden Traditionen und Sitten ein großes Hindernis im Alltag dar, sondern auch die Sprachbarriere. Und doch ordnet sich die junge Frau dem wilden Krieger unter, der ihr Lebensretter war, wenn auch anfangs lediglich aus Angst. Der Wunsch nach Flucht bestimmt ihre Gedanken, bis sie sich wirklich mit den Sitten und Gebräuchen auseinander setzen kann und den wahren Sinn in diesem einfachen, durchaus harten, aber ehrlichen Leben erkennt. Aber auch hier gibt es Gefahren und Konflikte, die das junge Glück durchaus ernsthaft gefährden und die jungen Liebenden auf eine harte Probe stellen. Unerwiderte Gefühle, Missverständnisse, Überfälle und Entführungen, aber auch wilde Tiere runden das Bild ab und sorgen für entsprechende Spannung. Und weil das Aussöhnen immer der Knaller ist 😉 und die junge Olivia es wirklich großartig in Worte verpacken kann, macht euch auf heiße Szenen gefasst.

Natürlich gibt es ein Happyend, allerdings ist der Weg bis dahin mit ganz vielen Steinen gepflastert, die Wendungen sind tatsächlich unvorhersehbar und bereichern die Story ebenso wie der bereits erwähnte informative Teil. Tolle Arbeit, daher von mir verdiente 5 Sterne und eine glasklare Empfehlung.