Die Eisstadt

Sie ist Eis und Feuer: die Erschafferin des Lebens

Als das Gefängnisschiff, in dem sie eingekerkert ist, in eine Anomalie gesogen wird, überlebt Lydia nur knapp den Absturz auf einem fremden Planeten. Nur die sadistischen Experimente, die der Wissenschaftler des Gefängnisses an ihr durchführt, lassen sie in dieser rauen und gefährlichen Welt überleben. Die Zukunft sieht düster aus, bis sie auf eine prächtige Stadt aus Eis und ihren ungewöhnlichsten Bewohner stößt.

Kai ist fasziniert von der zarten Fremden, die von den Sternen gefallen ist und die Macht hat, seine im Winterschlaf liegende Stadt wieder zum Leben zu erwecken. Sie weckt längst vergessene Gefühle in seinem gefrorenen Herzen aus Stein. Kann sie die Rettung seines Volkes bedeuten oder wird die vom Schöpfer gestellte Falle ihren kollektiven Untergang herbeiführen?

Rezensionen

Faszinierende fremde Welt, tolle Emotionen – großartig wie immer!

Rezension aus Deutschland vom 30. Juli 2021

Ich liebe die Bücher der Autorin.
Ihr Schreibstil ist großartig und die Welten, die sie stets neu kreiert faszinierend, wunderschön und erschreckend zugleich.
Auch hier überzeugt wieder durch ihre unglaubliche Vorstellungskraft und erzeugt im Verlauf der Geschichte Emotionen, die das Herz mal zerreißen, mal erwärmen, aber niemals kalt lassen. Grandios!

Die weibliche Protagonistin ist Lydia von der Erde, die seit Jahren an seltsamen Hitzewallungen leidet, die sie oft in eine Fackel verwandeln, hinzu kommt, dass sie ihre Körpertemperatur senken kann und diverse Krankheiterreger bekämpft, indem sie in eine Art Schlaf fällt. Als sie durch die Fähigkeiten einem Unglück entkommt, fingiert man ein Szenario und stellt sie als Schuldige dar, um frei an ihr experimentieren zu können. Zu Unrecht verurteilt soll sie nun auf einem Gefängnisraumschiff ihre Zeit „absitzen“, bzw. zu Tode untersucht werden. Ein Leben voller Grauen erwartet sie, denn weder die Wissenschaftler noch das Wachpersonal besitzen dort irgendwelche Skrupel oder Mitleid. Als das Schiff in ein Wurmloch gerät und auf einem fremden Planeten abstürzt, gelingt Lydia die Flucht. Sie gelangt in eine scheinbar verlassene, vereiste Stadt, die an der Oberfläche von zahlreichen Skulpturen gesäumt ist und unter der sich eigenartige Figuren befinden, die in einer Art Schlaf oder Starre verharren. Dort lernt Lydia einen von ihnen kennen, Kai und erfährt trotz anfänglicher Verständigungsschwierigkeiten die entsetzlich traurige Geschichte seines Volkes als Folge einer Invasion und hilft ihm und den anderen Valos wieder zurück ins Leben zu finden…
Mehr werde ich nicht verraten. Ich fand die Story faszinierend und wurde bereits nach den ersten Sätzen in den Bann gezogen. Tolle Beschreibung der Fauna und Flora, aber auch die Geschichte der Valos verzaubern durch ihre Andersartigkeit und sorgen für sehr emotionale Momente. Die Vertrautheit und Zuneigung, die zwischen Lydia und Kai entstehen, werden auf eine harte Probe gestellt, als sie ihr Leben mehrmals riskiert, um seinen Brüdern und Schwestern zu helfen. Allerdings bekommt sie im Gegenzug endlich das Gefühl der Akzeptanz trotz all der Unterschiede und findet endlich das langersehnte Zuhause.
Grandios geschrieben und absolut toll. Eine ganz klare Empfehlung.